Der berühmte Jo Jo Effekt

Nach den Feiertagen – der erste Blick auf die Waage ist wohl niederschmetternd. Im Schnitt nehmen wir ein bis zwei Kilo über die Weihnachtsfeiertage zu. Der Grund? „Fettes Essen in Kombination mit Süßem und Alkohol“ – eine Wohltat für den Gaumen, aber eine Gräuel für unseren Magen.

 

Nun geht es darum, möglichst schnell wieder auf sein Idealgewicht zu kommen. Im ersten Schritt werden wir daher einfach „weniger“ essen. Entweder wir essen einfach allgemein weniger, oder wir ernähren uns sehr einseitig (ausschließlich Gemüse, …). Damit nehmen wir natürlich schnell auch wieder ab. Aber ist dies auch langfristig gesehen so ideal für uns?

 

Stichwort „JoJo Effekt“:
Durch die verringerte Zufuhr an Kohlehydraten schaltet der Körper auf „Sparmodus“ und versucht alles zu eliminieren, was unnötige Kohlehydrate verbraucht. Er versucht also, den Grundumsatz an Kalorien zu verringern. Um das zu bewerkstelligen baut der Körper Muskelmasse ab. Denn jeder Muskel verbrennt auch während er nicht beansprucht wird Kalorien. Verringert sich die Muskelmasse, verringert sich auch unser Gewicht.

 

Haben wir nun unser Wunschgewicht wieder erreicht, beginnen wir, „normal“ zu essen. Wir lassen zwar die Kekse der Feiertage weg, aber die Menge an Kalorien steigt wieder. Und leider müssen wir auch kurze Zeit später wieder feststellen, dass auch das Gewicht wieder steigt. Warum? Wir haben zuvor Muskelmasse abgebaut um den Grundumsatz zu senken. Der niedrigere Grundumsatz bewirkt, dass wir eigentlich weniger Kalorien wie vor unserer „Diät“ benötigen. Die überzähligen Kalorien werden so erneut vom Körper gespeichert für jene Zeit, in welcher wir ihm die nötigen Kalorien wieder vorenthalten um abzunehmen (ein Schutzmechanismus des Körpers). Die zuvor im Fitnessstudio antrainierten Muskeln sind weg – das Fett wieder da.

 

Um nun die Muskeln wieder aufzubauen, bedarf es wieder eiserner Disziplin was das Training betrifft. Und dabei sollte man ausgewogen essen. Ein Hauptaugenmerk sollte auf der Eiweißzuvor liegen. Kohlehydrate und Fette essen wir versteckt in zahlreichen Produkten, sodass wir diese nicht noch extra benötigen.

 

Doch wie kann man dem entgegenwirken?
Um Abzunehmen ist Ausdauertraining alleine nicht erste Wahl. Durch Ausdauertraining werden wie oben geschrieben unter anderem Muskeln abgebaut. Diese benötigt man allerdings, um Fett zu verbrennen. Baue daher einige kurze anstrengende Intervalle in dein Training ein. Damit vermeidest du auch die Monotonie von langem Ausdauertraining.

 

Es ist ein Irrglaube, dass man genau in jenen Bereichen Fett verbrennen kann, welche man gerade trainiert. Je mehr Muskeln mit einer Übung trainiert werden, desto höher ist der gesamte Fettabbau im Körper. Ein weiterer Gewinn durch Training mit vielen Muskelgruppen - es spart Zeit, da es wesentlich effektiver ist. So sind Ganzkörperübungen dem stationären Training im Fitnessstudio vorzuziehen.

 

Trainiert man an Geräten, sollte man das Gewicht so wählen, dass zwischen 10 und 15 Wiederholungen möglich sind. Sind mehrere Wiederholungen möchte, ist das Gewicht zu erhöhen.

Wir wünschen euch  viel Spaß und Ausdauer beim Kampf gegen den inneren Schweinehund!

 

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