Die geheimen Kräfte des Bärlauchs

Bärlauch
Bärlauch

Bärlauchsuppe, Bärlauchknödel, Bärlauchpesto, Bärlauchsalat etc. dürfen zu dieser Jahreszeit auf keiner Speisekarte fehlen. Der Bärlauch hat gerade Saison und schmeckt nicht nur gut, sondern ist auch ausserordentlich gesund. Gesund und gut gibt es nicht? Weit gefehlt ...

Wer die würzige Zutat gerne kostengünstig besorgen möchte wird in den Auen entlang der Donau bestimmt fündig. Wer jetzt denkt dass er im Wald bestimmt alleine unterwegs ist irrt. Das Bärlauchsammeln ist auch heuer wieder so richtig im Trend und die ersten Sammler sind schon unterwegs. Bärlauch wird leider immer wieder mit den giftigen Blättern der Maiglöckchen und der Herbstzeitlosen verwechselt. Normalerweise wachsen Maiglöckchenblätter erst nach der typischen Bärlauchzeit, trotzdem ist Vorsicht geboten! Auch Herbstzeitlosen siedeln sich oft in feuchten Wäldern an, sind aber fast geruchslos und haben schmälere Blätter.

Um den Bärlauch nicht zu verwechseln gibt es einige Erkennungszeichen:

Aussehen: Die Bärlauchblätter sind an der Oberseite leicht gerillt und glänzend und an der Unterseite matt. Sie riechen ähnlich wie Knoblauch oder Schnittlauch. Die kleinen Blüten sind weiß und haben einen Durchmesser von maximal 2 cm. Maiglöckchenblätter sind im direkten Vergleich eher glänzend und glatt und es wachsen meist an einem Stiel 2 Blätter.

 

Geruchsprobe: Zerreibt man die Blätter zwischen den Fingern werden schwefelhaltige ätherische Öle (ähnlich dem Knoblauchgeruch) freigesetzt. 

Am besten ist es die altbekannte Gemüse-, Gewürz- und Heilpflanze frisch und in rohem Zustand zu verarbeiten. Beim Trocknen, Gefrieren, oder Dünsten verlieren die Blätter viel von ihren Vitaminen und Geschmack. Im Bärlauch sind Vitamin A, Vitamine B1 und B2, Vitamin C, Mineralien, Spurenelemente und Magnesium enthalten. Die sogenannte Hexenzwiebel vereint die positiven Eigenschaften von Knoblauch, Ginkgo und Echinacea.

Einige gesunde Nebenwirkungen des Bärlauchs sind zum Beispiel:  

  • wirkt desinfizierend im Magen- und Darmbereich
  • senkt den Blutdruck und wirkt positiv auf das gesamte Herz-Kreislauf-System
  • senkt den Cholesterinspiegel und reguliert den Fettstoffwechsel
  • besitzt eine blutreinigende Wirkung und verbessert das Hautbild
  • wirkt schleimlösend (z.B. bei Bronchitis)
  • stärkt das Immunsystem


Viel Spaß beim Sammeln! Wer sich bei den Blättern nicht sicher ist oder Zeit für einen Spaziergang im Wald nicht reicht wird auch im bei diversen Märkten, sowie im Supermarkt fündig, muss aber mit überteuerten Preisen rechnen.

Hier noch einRezepttipp: Bärlauchnudeln mit Ziegenkäse, getrockneten Tomaten und Pinienkerne oder pikante Topfenknödel mit passierten Bärlauchblättern.

 

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0